Wechselventile Baureihe 19
- Zwei Einlässe und ein Auslass
- Sitzventilkonstruktion
- Geringer Wartungsaufwand
- Toleranz gegenüber schmutziger Luft
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Produktübersicht
Die Shuttle-Ventile der Serie 19 von ROSS Controls, auch Doppelrückschlagventile genannt, sind selbsttätige pneumatische Logikventile mit zwei Einlässen und einem Auslass. Das Shuttle-Ventil funktioniert wie ein pneumatisches ODER-Gatter: Der zuerst unter Druck gesetzte Einlass verbindet sich mit dem Auslass, während der zweite Einlass gleichzeitig blockiert ist. Wird dann Druck an den zweiten Einlass angelegt, verschiebt sich das interne Shuttle und verbindet den zweiten Einlass mit dem Auslass, während der erste weiterhin blockiert wird. Dieser Mechanismus ermöglicht es, ein einzelnes, an den Auslass angeschlossenes pneumatisches Gerät von zwei unabhängigen Steuerventilen ansteuern zu lassen, ohne dass es zu einer Druckübertragung zwischen den beiden Versorgungsquellen kommt.
Wechselventile sind grundlegende Bausteine in pneumatischen Schaltungen. Sie ermöglichen redundante Steuerung durch zwei unabhängige Signalquellen, Not-Überbrückungsschaltungen, manuell-automatische Steuerungsarchitekturen und ODER-Gatter in programmierbaren pneumatischen Steuerungssystemen. Das Wechselventil blockiert automatisch einen Einlass, sobald Druck auf den anderen Einlass ausgeübt wird. Dadurch entfällt die Notwendigkeit separater Rückschlagventile und eines T-Stücks, um dieselbe Funktion zu erreichen.
Die Shuttle-Ventilreihe der Serie 19 umfasst zwei Leistungsbereiche: Standardmodelle für Pilotsignalkreise mit geringem Durchfluss und die Ansteuerung kleiner Stellantriebe sowie Modelle mit hohem Durchfluss für größere Stellantriebe und Hauptversorgungskreise. Beide Baureihen sind in Kegelbauweise gefertigt, wodurch sie dank selbstreinigender Strömung eine hohe Toleranz gegenüber verschmutzter Druckluft aufweisen und über lange Lebensdauer einen geringen Wartungsaufwand erfordern. Die Gehäuse aus Aluminiumguss gewährleisten Langlebigkeit und Korrosionsbeständigkeit bei der Inline-Montage.
Die Shuttle-Ventile der Serie 19 sind sowohl in NPT- als auch in BSPP (G)-Gewindeausführungen erhältlich und decken Anschlussgrößen von 1/8 Zoll bis 3/8 Zoll ab. Sie unterstützen den gesamten industriellen Betriebsdruck und die erweiterten Temperaturbereiche, die für den Einsatz in Kühlhäusern, im Freien und in allgemeinen industriellen Umgebungen erforderlich sind.
Wichtigste technische Merkmale
- Zwei Einlässe, ein Auslass – ODER-Logikfunktion – Der erste Einlass, der Druck aufnimmt, verbindet sich automatisch mit dem Auslass, während der zweite Einlass blockiert ist. Durch Anlegen von Druck an den zweiten Einlass wird der Schalthebel betätigt und der Auslass wieder mit der zweiten Druckquelle verbunden. Dies ermöglicht eine echte ODER-Logiksteuerung aus zwei unabhängigen Quellen ohne externe Rückschlagventile.
- Automatische Einlassblockierung – Der Shuttle-Mechanismus blockiert automatisch den drucklosen Einlass, sobald an einem der Einlassanschlüsse Druck anliegt. Dadurch wird ein Rückfluss von Druck zwischen den beiden Versorgungsquellen verhindert und die Trennung des Kreislaufs ohne externe Rückschlagventile oder zusätzliche Bauteile aufrechterhalten.
- Ventilkegelkonstruktion für geringen Wartungsaufwand - Die Ventilkegelkonstruktion sorgt durch einen Hochgeschwindigkeits-Luftstrom über die Dichtflächen für eine Selbstreinigung, eine hohe Toleranz gegenüber verunreinigter Luft und einen geringen Wartungsaufwand über eine lange Lebensdauer in anspruchsvollen Industrieumgebungen.
- Unempfindlich gegenüber verschmutzter Druckluft – Die Schieberkonstruktion verhindert durch Verunreinigungen verursachte Verklemmungen und Dichtungsausfälle, die bei Schieber- oder Kugelschieberventilen auftreten können. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig in pneumatischen Logikschaltungen, in denen das Schieberventil zuverlässig auf Niederdruck-Steuersignale reagieren muss.
- Zwei Leistungsbereiche – Standardmodelle (Cv 0,8) decken Anschlussgrößen von 1/8 und 1/4 Zoll für Pilotsignale und kleine Aktuatorkreise ab. Modelle mit hohem Durchfluss (Cv bis zu 3,0) decken Anschlussgrößen von 1/4 und 3/8 Zoll für Hauptversorgungskreise und größere Aktuatoren mit höherem Durchflussbedarf ab.
- Geringer Druckunterschied - Der Shuttle schaltet mit minimalem Druckunterschied zwischen den beiden Einlässen und gewährleistet so eine zuverlässige ODER-Logikfunktion auch dann, wenn der Druckunterschied zwischen den beiden Versorgungsquellen gering ist.
- Verfügbarkeit von NPT- und BSPP-Gewinden - Alle Modelle sind mit NPT-Gewinde für nordamerikanische Anwendungen und mit BSPP (G)-Gewinde für internationale Geräte erhältlich, wobei die übliche Bestellkonvention mit dem Präfix 'D' verwendet wird.
- Erweiterter Temperaturbereich – Alle Shuttleventile der Serie 19 unterstützen Umgebungs- und Medientemperaturen von -40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) und decken damit Kühlhäuser, Außenbereiche und allgemeine industrielle Betriebsumgebungen ab.
- Gehäuse aus Aluminiumguss - Ventilgehäuse aus Aluminiumguss bieten geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit und strukturelle Haltbarkeit für die Inline-Montage in pneumatischen Verteilerblöcken, Schalttafeln und Feldverrohrungskonfigurationen.
- Inline-Montage - Die Gewindemontage ermöglicht den direkten Einbau des Shuttle-Ventils in die Rohrleitung zwischen zwei Steuerventilausgängen und einem einzigen Aktuator-Einlass, ohne dass spezielle Verteilerblöcke oder Montagehardware erforderlich sind.
Technische Spezifikationen
Allgemeine Spezifikationen
| Parameter | Spezifikation |
| Ventiltyp | Rückschlagventil (Doppelrückschlagventil) |
| Ventilserie | 19er-Serie |
| Konstruktion | Puppe |
| Funktion | 2/2 (zwei Einlassanschlüsse, ein Auslassanschluss) |
| Betätigung | Pneumatisch (selbsttätig) |
| Montage | Im Einklang |
| Gewindearten | NPT (Standard); G/BSPP (Modellnummer mit dem Präfix „D“ versehen) |
| Anschlussgrößen - Standard | 1/8", 1/4" |
| Anschlussgrößen – Hoher Durchfluss | 1/4", 3/8" |
| Durchschnittlicher Variationskoeffizient 1-2 - Standard | 0,8 |
| Durchschnittlicher Cv-Wert 1-2 - Hoher Durchfluss | 2,0 (1/4"); 3,0 (3/8") |
| Betriebsdruck | 5 bis 150 psig (0,3 bis 10 bar) |
| Strömungsmedien | Gefilterte Luft |
| Ventilkörpermaterial | Aluminiumguss |
Temperaturangaben
Alle Shuttleventile der Serie 19 weisen den gleichen erweiterten Betriebstemperaturbereich auf und können daher in Kühlhäusern, im Freien und in allgemeinen Industrieumgebungen eingesetzt werden.
| Konfiguration | Umgebungstemperatur | Medientemperatur |
| Standard-Wechselventile (1968E) | 40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) | 40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) |
| Hochleistungs-Wechselventile (1968D) | 40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) | 40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) |
Wichtig: Bei Temperaturen unter 40 °F (4 °C) muss die Druckluft frei von Wasserdampf sein, um Eisbildung im Inneren des Ventils und auf den Dichtflächen des Ventilschafts zu verhindern.
Zertifizierungen & Konformität
| Zertifizierung/Standard | Detail |
| Qualitätsmanagement | ROSS Controls arbeitet mit einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem, das Fertigungskonstanz und Rückverfolgbarkeit der Komponenten gewährleistet. |
| Gewindenormen | NPT-Gewinde entsprechen ANSI/ASME B1.20.1. BSPP (G)-Gewinde entsprechen ISO 228-1. |
| CE-Kennzeichnung | Die Produkte von ROSS Controls werden so hergestellt, dass sie, soweit anwendbar, den Anforderungen der EU-Maschinenrichtlinie entsprechen. |
Typische Anwendungsbereiche und Branchen
Pneumatik-Schaltungsdesign und Logiksteuerung
- Die ODER-Gatterfunktion in pneumatischen Steuerschaltungen erfordert, dass ein nachgeschalteter Aktor oder ein Pilotsignal durch eines von zwei unabhängigen vorgeschalteten Steuerventilen ausgelöst wird. Das Wechselventil ersetzt zwei Rückschlagventile und ein T-Stück durch ein einziges, kompaktes und speziell dafür entwickeltes Bauteil.
- Manuell-automatische Steuerungsarchitekturen, bei denen eine Maschinenfunktion entweder über ein manuell betätigtes Drucktasterventil oder über ein automatisches Pilotsignal von der SPS oder einem Sequenzventil gesteuert werden kann. Das Wechselventil verbindet beide Steuerquellen mit dem Aktor, ohne die beiden Signalleitungen zu kreuzen.
- Notübersteuerungsschaltungen, bei denen ein Sicherheits- oder manuelles Eingriffssignal eine Funktion unabhängig vom primären automatischen Steuerkreis aktivieren können muss, wobei das Wechselventil sicherstellt, dass das Notsignal den Aktor unabhängig vom Zustand des primären Steuerventils erreicht.
- Pneumatische programmierbare Steuerungssysteme mit SPS-gesteuerten pneumatischen Ventilnetzwerken, bei denen Shuttle-Ventile als ODER-Gatter in mehrstufigen Sequenzprogrammen dienen, die Zylindersequenzen auf Basis von Positionssensoreingaben steuern.
Maschinensicherheit und redundante Steuerung
- Redundante Pilotstromkreise in Zweikanal-Sicherheitsventilsystemen, in denen zwei unabhängige Magnetpilotventile zur Pilotversorgung beitragen müssen und jedes Ventil allein das Pilotsignal aufrechterhalten können muss. Das Wechselventil führt die beiden Pilotstromleitungen zu einem einzigen Ausgang zusammen.
- Doppelstations-Bedienfelder, bei denen zwei Bedienerstationen auf gegenüberliegenden Seiten einer Maschine jeweils in der Lage sein müssen, eine Funktion auszulösen, wobei das Wechselventil die Ausgänge beider Stationen mit der gemeinsamen Stellantriebs-Pilotleitung verbindet.
- Rückdruckgesteuerte Entlüftungskreisläufe, bei denen entweder ein manuell betätigtes Ventil oder ein automatisches Druckschaltersignal eine Sicherheitsentlüftungssequenz auslösen kann. Das Wechselventil stellt sicher, dass jedes der beiden Signale den Pilotsteuerschalter des Entlüftungsventils erreicht, ohne dass der Bediener physisch zur alternativen Steuerstation wechseln muss.
- Manuelle Bypass-Schaltungen in automatisierten Systemen, bei denen das Wartungspersonal eine Zylinder- oder Ventilfunktion betätigen können muss, ohne die vollautomatische Steuersequenz zu aktivieren, indem ein manuelles Pilotventil über ein Wechselventil mit dem Aktor verbunden wird.
Montage- und Fertigungsautomatisierung
- Klemmkreisläufe für Montagevorrichtungen, bei denen entweder ein Fußpedalventil oder ein ferngesteuertes Handknopfventil in der Lage sein muss, die Klemmsequenz einzuleiten, sodass der Bediener die ergonomisch geeignetste Aktivierungsmethode für die jeweilige Aufgabe auswählen kann.
- Bei Transferleitungen mit Teileerkennungsschaltungen verbindet ein Shuttle-Ventil die Ausgänge zweier Teilesensorventile, die an verschiedenen Stellen der Vorrichtung positioniert sind, mit einer gemeinsamen Signalleitung und löst den nächsten Zyklusschritt aus, sobald einer der Sensoren ein Teil erkennt.
- Bei Tandemschaltungen mit mehreren Pressen, bei denen zwei Presszylinder mit unabhängigen Pilotversorgungen beide zu einem gemeinsamen Pilotsignal beitragen müssen, verbindet das Wechselventil die beiden Pilotausgänge und leitet das zuerst eintreffende Signal an den Hauptventilpiloten weiter.
- Förderbandumlenk- und Torsteuerungsschaltungen, bei denen entweder ein durch den Produktdurchgang ausgelöstes Endventil oder ein zeitgesteuertes automatisches Signal das Tor betätigen muss, wobei das Wechselventil beide Auslösesignale zu einem einzigen Torantriebs-Pilot kombiniert.
Kühlhaus- und Außenanwendungen
- Ansteuerschaltungen für die Stellantriebe von Kühlladerampen in Kühlhäusern, die bei -40 °F (-40 °C) betrieben werden, wobei das Standard-Shuttleventil eine zuverlässige ODER-Logikfunktion aufrechterhält, ohne dass es bei anhaltenden Gefriertemperaturen zu einem Klemmen des Shuttles oder einer Verhärtung der Dichtung kommt.
- Pneumatische Außensteuergeräte für Installationen in nördlichen Klimazonen, bei denen die erweiterte Temperaturbeständigkeit des Shuttle-Ventils der Serie 19 ein Festfressen oder Leckieren des Shuttles während des Kaltstarts und des verlängerten Winterbetriebs verhindert.
- Steuerschaltungen von Anlagen zur Aufbereitung von Rohstoffen im Bergbau und in der Zuschlagstoffindustrie, die im Freien großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, wobei die Ventilkonstruktion dank ihrer Toleranz gegenüber verunreinigter Luft und ihrer Fähigkeit, einen erweiterten Temperaturbereich zu nutzen, lange Wartungsintervalle ermöglicht.
- Steuerschaltungen für Anlagen zur Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung in Nassreinigungsumgebungen, in denen zwei unabhängige Steuerstationen denselben Aktor betätigen müssen, und die Materialverträglichkeit des Shuttle-Ventils mit gefilterter Luft sowie die Aluminiumkonstruktion erfüllen die Anforderungen an eine hygienische Installation.
Bestellung und Konfiguration der Modellnummer
Das ROSS-19-Wechselventil verwendet ein strukturiertes Modellnummernsystem. Der Buchstabe nach „1968“ kennzeichnet die Unterfamilie. Die Ziffer gibt die Anschlussgröße an. Das Suffix bezeichnet die Ausführungsvariante.
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Modellnummernstruktur: 1968 - E - 2 - 006 Serienbezeichnung von 1968 (19. Serie) E-Unterfamilie: E = Standard-Shuttle, D = High-Flow-Shuttle 2 Portgrößencode: 1 = 1/8", 2 = 1/4", 3 = 3/8" 006 Variantencode (Design- und Revisionskennung) Präfix D = BSPP (G)-Gewinde | Kein Präfix = NPT-Gewinde |
Bei Modellen mit BSPP (G)-Gewinde fügen Sie ein 'D' als Präfix zu jeder Standard-NPT-Modellnummer hinzu (z. B. D1968E2006, D1968D3003).
Kontaktieren Sie ROSS Controls unter 1-888-TEK-ROSS (835-7677), um die aktuelle Modellverfügbarkeit, Lieferzeiten und Maßangaben zu bestätigen.
Standard-Wechselventile (Serie 19)
| Portgröße | model_npt | model_bspp | avg_cv_1_2 | Länge in mm | Breite in mm | Höhe in mm | Gewicht_lb_kg |
| 1/8" | 1968E1006 | D1968E1006 | 0,8 | 1,98 Zoll (50 mm) | 0,75 Zoll (19 mm) | 1,25 Zoll (32 mm) | 0,15 (0,07) |
| 1/4" | 1968E2006 | D1968E2006 | 0,8 | 1,98 Zoll (50 mm) | 0,75 Zoll (19 mm) | 1,25 Zoll (32 mm) | 0,15 (0,07) |
Hochleistungs-Wechselventile (Serie 19)
| Portgröße | model_npt | model_bspp | avg_cv_1_2 | Länge in mm | Breite in mm | Höhe in mm | Gewicht_lb_kg |
| 1/4" | 1968D2003 | D1968D2003 | 2.0 | 2,64 Zoll (67 mm) | 1,25 Zoll (32 mm) | 2,13 Zoll (54 mm) | 0,8 (0,4) |
| 3/8" | 1968D3003 | D1968D3003 | 3.0 | 2,64 Zoll (67 mm) | 1,25 Zoll (32 mm) | 2,13 Zoll (54 mm) | 0,8 (0,4) |
Verwandte Produkte und Zubehör
- Durchflussregelventile der Serie 19 (Serie 261) – Flache, leistungsstarke und rechtwinklige Durchflussregelventile zur Zylinderdrehzahlregelung. Cv-Wert bis 50, Anschlussgrößen 1/8" bis 2-1/2" (3,175 mm bis 63,55 mm). https://www.rosscontrols.com/en/series/261-flow-controls
- Rückschlagventile der Serie 19 (Serie 262) – Selbsttätige Tellerrückschlagventile zur Verhinderung von Rückfluss, mit niedrigem Öffnungsdruck und einfacher Wartung im eingebauten Zustand. Cv-Wert bis 50. https://www.rosscontrols.com/en/series/262-check-valves
- Schnellablassventile Serie 18 (Serie 264) – Schnellablassventile in Tellerbauweise für schnellen Zylinderrückzug mit einem Cv-Wert von bis zu 10 am Zylinderanschluss. https://www.rosscontrols.com/en/series/264-quick-exhaust-valves
- Auspuffschalldämpfer (Serie 90) – Aluminiumschalldämpfer mit einem Nenndruck von 290 psig zur Reduzierung von Abgasgeräuschen an Ventil- und Zylinderauslasskanälen. https://www.rosscontrols.com/en/series/90-silencers
- Absperrventile der LOX-Serie – OSHA-konforme Absperrventile zur sicheren Wartung pneumatischer Maschinen. https://www.rosscontrols.com/en/series/1287-lockout-valves-15-series
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Worin besteht der Unterschied zwischen einem Shuttle-Ventil und einem Doppelrückschlagventil?
A: Die Begriffe Wechselventil und Doppelrückschlagventil werden synonym für denselben Ventiltyp verwendet: ein Ventil mit zwei Einlässen und einem Auslass, das den druckbeaufschlagten Einlass automatisch mit dem Auslass verbindet und gleichzeitig den drucklosen Einlass blockiert. ROSS verwendet den Begriff Wechselventil in der Produktbezeichnung der Serie 19.
F: Wie verhindert das Wechselventil einen Querstrom zwischen den beiden Versorgungsquellen?
A: Das interne Schieberelement, ein Ventil oder eine Kugel, die beide Einlasssitze überspannt, dichtet gegen einen Einlasssitz ab, sobald Druck auf den gegenüberliegenden Einlass ausgeübt wird. Der Einlass mit dem höheren Druck drückt das Schieberelement gegen den gegenüberliegenden Sitz und bildet so eine dichte Verbindung, die verhindert, dass Flüssigkeit vom unter Druck stehenden Einlass zurück zum drucklosen Einlass fließt. Dadurch wird eine vollständige hydraulische Trennung zwischen den beiden Versorgungsquellen erreicht.
F: Was passiert, wenn beide Einlässe gleichzeitig unter Druck gesetzt werden?
A: Wenn beide Einlässe gleich stark unter Druck stehen, befindet sich der Schieber in einer Zwischenposition, und beide Einlässe können teilweise mit dem Auslass in Verbindung stehen. In der Praxis weist ein Einlass üblicherweise einen geringfügig höheren Druck auf und drückt den Schieber gegen den Einlass mit dem niedrigeren Druck. Für Kreisläufe, die eine garantierte Trennung erfordern, wenn beide Einlässe gleichzeitig unter Druck stehen, wenden Sie sich bitte an ROSS Controls, um die geeignete Ventilauswahl zu besprechen.
F: Welcher Betriebsdruckbereich ist zulässig?
A: Alle Shuttle-Ventilmodelle der Serie 19 arbeiten mit einem Druck von 5 bis 150 psig (0,3 bis 10 bar). Dies deckt sowohl Niederdruck-Pilotsignalkreise (typischerweise 60 bis 80 psig) als auch Anwendungen mit vollem Versorgungsdruck ab.
F: Welcher Temperaturbereich wird unterstützt?
A: Alle Shuttle-Ventilmodelle der Serie 19 unterstützen Umgebungs- und Medientemperaturen von -40 bis 175 °F (-40 bis 80 °C) und eignen sich für Kühlhäuser, Außenbereiche und allgemeine industrielle Umgebungen.
F: Worin besteht der Unterschied zwischen den Standard- und den Hochleistungs-Wechselventilmodellen?
A: Standardmodelle (Serie 1968E) verfügen über 1/8- und 1/4-Zoll-Anschlüsse mit einem Cv-Wert von 0,8 für Pilotsignalkreise und kleine Aktuatoren. Modelle mit hohem Durchfluss (Serie 1968D) bieten 1/4- und 3/8-Zoll-Anschlüsse mit einem Cv-Wert von 2,0 bis 3,0 für größere Aktuatoren und Hauptversorgungskreise mit höherem Durchflussbedarf. Der 1/4-Zoll-Anschluss ist in beiden Serien verfügbar; der benötigte Cv-Wert bestimmt die Auswahl der passenden Unterserie.
F: Wie bestelle ich BSPP-Modelle (G-Gewinde)?
A: Fügen Sie jeder Standard-NPT-Modellnummer ein „D“ als Präfix hinzu. Beispielsweise lautet die Bezeichnung des 3/8-Zoll-NPT-Hochdurchfluss-Wechselventils 1968D3003; die entsprechende BSPP-Bezeichnung ist D1968D3003. Dies gilt sowohl für Standard- als auch für Hochdurchfluss-Wechselventile.
F: Kann das Shuttle-Ventil in einem Drucksequenzkreislauf verwendet werden?
A: Ja. In einem Drucksequenzschaltkreis kann das Wechselventil die Ausgänge zweier Sequenzventile verbinden, die auf unterschiedliche Drücke eingestellt sind. Dabei löst der Ausgang des Ventils mit dem niedrigeren Druck zuerst den nachgeschalteten Stellantrieb aus, und der Ausgang des Ventils mit dem höheren Druck schaltet das Wechselventil um, sodass es das Signal übernimmt, sobald der erste Drucksollwert erreicht ist.
F: Ist das Wechselventil richtungsgebunden? Muss es mit einer bestimmten Einlassausrichtung installiert werden?
A: Die beiden Einlassanschlüsse (1A und 1B) sind funktional identisch. Jeder Einlass kann das erste oder zweite Drucksignal empfangen. Der Auslassanschluss (Anschluss 2) dient dem Anschluss an den nachgeschalteten Aktor oder die Steuereinheit. Bei der Inline-Bauweise ist der Auslassanschluss physisch von den Einlassanschlüssen getrennt, jedoch kann jeder Einlass an jede Versorgungsquelle angeschlossen werden.
F: Welche Filtration ist erforderlich?
A: Für die Zuleitungen zu den Einlässen des Shuttle-Ventils wird ein 5-Mikron-Luftfilter empfohlen. Obwohl die Ventilkonstruktion eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Verunreinigungen aufweist, kann die Ablagerung von Partikeln auf den Dichtflächen des Shuttle-Ventils im Laufe der Zeit zu Leckagen in geschlossener Position und zu einer verzögerten Reaktion des Shuttle-Ventils führen.
F: Kann das Shuttle-Ventil als Rückschlagventil verwendet werden?
A: Ein Wechselventil verhindert den Rückfluss vom Auslass zurück zu einem der Einlässe, ähnlich wie ein Rückschlagventil. Es ist jedoch nicht als solches ausgelegt und sollte nicht als Ersatz für ein Rückschlagventil verwendet werden, wenn eine zuverlässige Rückflusssicherung bei geringem Differenzdruck die Hauptanforderung im Kreislauf darstellt. Verwenden Sie für Anwendungen zur Rückflussverhinderung das Rückschlagventil der Serie 19 (Serie 262).
F: Welcher maximale Cv-Wert ist bei den Shuttle-Ventilen der Serie 19 verfügbar?
A: Der maximale Cv-Wert beträgt 3,0 und ist beim Modell mit hohem Durchfluss und 3/8-Zoll-Anschluss (1968D3003) verfügbar. Für Schaltungen, die einen höheren Durchfluss durch ein ODER-Logikventil erfordern, wenden Sie sich bitte an ROSS Controls, um Informationen zu alternativen Schaltungsarchitekturen oder Ventiloptionen mit höherem Durchfluss zu erhalten.
Installations- und Wartungsrichtlinien
- Vor der Installation oder Wartung eines Ventils muss das gesamte pneumatische System abgeschaltet, der gesamte Druck abgelassen und alle Energiequellen gemäß OSHA 1910.147 und EN 1037 gesperrt werden.
- Identifizieren Sie vor der Installation die beiden Einlassanschlüsse (1A und 1B) und den einzelnen Auslassanschluss (2) am Ventilkörper. Der Anschluss des Auslasses an eine Versorgungsquelle und des Einlasses an den Stellantrieb führt zu einer unkontrollierten Druckbeaufschlagung des Stellantriebs.
- Installieren Sie einen 5-Mikron-Luftfilter in den Zuleitungen beider Einlassöffnungen. Verunreinigungen an den Dichtflächen des Shuttleventils sind die Hauptursache für Leckagen und verzögerte Reaktionszeiten im Betrieb.
- Dichtmittel nur auf Außengewinde auftragen. Verwenden Sie PTFE-Band oder eine für Druckluft geeignete Gewindedichtmasse. Dichtmittel nicht in den Gewindeanfang einbringen, um das Eindringen von Verunreinigungen in das Ventilgehäuse zu verhindern.
- Stellen Sie sicher, dass die Rohrverbindungen an beiden Einlässen gemäß den Standard-NPT- oder BSPP-Drehmomentvorgaben für die jeweilige Anschlussgröße fest angezogen sind. Nicht ausreichend festgezogene Verbindungen in den Pilotsignalkreisen können zu Luftlecks und damit zu falschen Pilotsignalen führen.
- Bei Installationen in Kühl- oder Gefrierlagern unter 4 °C (40 °F) muss sichergestellt werden, dass die Druckluft vor Inbetriebnahme des Systems auf einen Taupunkt unterhalb der minimalen Betriebstemperatur getrocknet ist. Eisbildung am Shuttle kann dessen Bewegung zwischen den Einlasspositionen verhindern.
- Nach der Installation prüfen Sie die Shuttle-Funktion, indem Sie Einlass 1A unter Druck setzen, während 1B entlüftet ist, und überprüfen, ob der Durchfluss aus Anschluss 2 austritt. Setzen Sie anschließend 1B unter Druck und prüfen Sie, ob sich das Shuttle verschiebt und der Durchfluss erneut aus Anschluss 2 austritt, wobei Anschluss 1A nun blockiert ist. Beide Einlasspositionen müssen getestet werden.
- Der maximale Betriebsdruck von 150 psig (10,3 bar) darf an keinem der Einlässe überschritten werden. Überdruck kann das Shuttle-Element oder die Dichtflächen verformen und zu dauerhaften Leckagen an der blockierten Einlassposition führen.
- Beim Austausch eines vorhandenen Wechselventils ist darauf zu achten, dass das Ersatzmodell die gleiche Anschlussgröße und Baureihe (Standard oder Hochdurchfluss) wie das Originalventil aufweist. Der Einsatz eines Standardmodells anstelle eines Hochdurchflussmodells in einem Hochdurchflusskreislauf beeinträchtigt die Stellantriebsleistung.
- Bei Schaltungen, in denen die beiden Versorgungssignale im Normalbetrieb deutlich unterschiedliche Drücke aufweisen, ist zu überprüfen, ob das Signal mit dem höheren Druck bei der maximalen Betriebsdifferenz zu einer übermäßigen Leckage am Einlasssitz mit dem niedrigeren Druck führt.
- Bei Rohrleitungsinstallationen mit großlumigen Anschlüssen sollten die Rohrleitungen in der Nähe beider Einlassöffnungen abgestützt werden, um zu verhindern, dass über die Gewindeverbindungen Lasten auf das Ventilgehäuse übertragen werden.
- Nach Abschluss der Installation und Prüfung dokumentieren Sie die Anschlüsse der Versorgungsspannung an jedem Einlassanschluss im Schaltplan der Maschine. Diese Dokumentation ist für die Fehlersuche und -behebung bei Wartungsarbeiten unerlässlich.
Garantie & Weltweiter Support
ROSS Controls gewährt eine einjährige Garantie auf alle Shuttle-Ventilprodukte, die Material- und Verarbeitungsfehler ab Kaufdatum abdeckt.
Weltweiter technischer Support wird über die ROSS-Niederlassungen in den USA (Hauptsitz in Ferndale, Michigan), Kanada, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, China und Japan angeboten.
Wenden Sie sich an den Kundendienst von ROSS Controls USA unter 1-800-GET-ROSS (438-7677) oder an den technischen Kundendienst unter 1-888-TEK-ROSS (835-7677), um Hinweise zur Schaltungsentwicklung, zur Produktauswahl und zur Fehlerbehebung vor Ort zu erhalten.
Für vollständige Maßzeichnungen, Cv-Daten und Bestellinformationen besuchen Sie die Produktseite der ROSS Controls 19-Serie unter rosscontrols.com oder laden Sie den Katalog von der ROSS-Dokumentenseite herunter.
Katalog herunterladen: https://www.rosscontrols.com/en/documents/387
