Doppelventile mit elektropneumatischer E-P-Überwachung Baureihe SERPAR® 35
- Interne Überwachung – erfordert keine zusätzliche Überwachungsschaltung
- Automatische Lockout/Verriegelung bei Erkennung einer Fehlfunktion
- Voreinstellung auf stromlose Position bei Fehlererkennung
- Dedizierte Rückstellfunktion
- Keine unerwünschte automatische Rückstellung bei Wegfall der elektrischen oder pneumatischen Energiequellen
- Eingebaute, verstopfungssichere Schalldämpfer
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Produktübersicht
Die Doppelventile der Serie SERPAR 35 von ROSS Controls mit elektropneumatischer (EP) Überwachung sind intern überwachte Doppelventile für die Ansteuerung von Presskupplungen/Bremsen sowie für Sicherheitskreise der Kategorien 3 und 4, die eine pneumatische und elektrische Fehlererkennung in einer einzigen Ventilbaugruppe erfordern. Die Ventile sind in den Grundgrößen 8, 12 und 30 erhältlich und decken Anschlussgrößen von 1/2 Zoll bis 2 Zoll ab. Sie bieten Durchflusskoeffizienten von Cv 3,5 bis 21 (Einlass/Auslass) und bis zu 43 (Auslass).
Der EP-Monitor kombiniert die pneumatische Überwachung der SERPAR-Querstromkanäle mit einem elektrischen Schalter (SW), der in den Magnetventil-Steuerkreis integriert ist. Erkennt der Monitor eine Störung, verschiebt ein Druckungleichgewicht den internen Schieber, wodurch der Schalter SW auslöst, der Stromkreis zu beiden Steuermagnetventilen unterbrochen wird und beide Ventilelemente in die geschlossene Position zurückkehren können. Das Ventil bleibt so lange gesperrt, bis das Rückstellmagnetventil ein kurzes elektrisches Signal empfängt, das den Schalter SW zurücksetzt und den Magnetventil-Stromkreis wiederherstellt.
Ventilmodelle mit EP-Überwachung sind in zwei Signalkonfigurationen erhältlich. Ventile mit einem Eingangssignal benötigen nur ein Hauptmagnetventilsignal. Dieses Signal wird an Klemme 1 der integrierten Klemmenleiste angeschlossen und intern mit dem zweiten Hauptmagnetventil gebrückt; beide Magnetventile werden gleichzeitig über einen einzigen Steuerausgang angesteuert und abgeschaltet. Ventile mit zwei Eingangssignalen benötigen zwei unabhängige Magnetventilsignale: eines an Klemme 1 (Magnetventil A) und eines an Klemme 5 (Magnetventil B), mit einem gemeinsamen Anschluss an Klemme 3. Beide Signale müssen gleichzeitig anliegen, um den ordnungsgemäßen Betrieb des Ventils zu gewährleisten.
Der elektrische Schalter des EP-Monitors bietet einen zusätzlichen Stromkreis zu Klemme 7. Dadurch kann über die Klemmen 7 und 3 eine externe Sperranzeige (z. B. Kontrollleuchte, Signalglocke oder anderes Gerät) angeschlossen werden, um die Bediener über den Sperrzustand des Ventils zu informieren. Alle Modelle verwenden die integrierte Klemmenleiste für die Verdrahtung von Magnetventil, Rückstellung und Anzeige.
Wichtigste technische Merkmale
- Elektropneumatische interne Überwachung – Kombiniert die pneumatische Querstromdrucküberwachung mit der elektrischen Schaltfunktion und ermöglicht so sowohl die pneumatische Trennung als auch die Abschaltung des Magnetventilkreises bei einem einzigen Fehlerereignis. Externe Überwachungshardware ist nicht erforderlich.
- Optionen für Einzel- und Doppeleingangssignale – Modelle mit Einzeleingang verarbeiten ein Magnetventilsignal und überbrücken intern beide Magnetventile, was die Verdrahtung der Sicherheitssteuerung der Presse vereinfacht. Modelle mit Doppeleingang benötigen zwei unabhängige, simultane Signale für Anwendungen, bei denen die Sicherheitsnorm eine individuelle Überwachung der Magnetventile vorschreibt.
- Magnetventil-Rückstellung – Die Rückstellung erfolgt durch Anlegen eines kurzen elektrischen Signals an die Rückstellanschlüsse des Magnetventils (nur für intermittierenden Betrieb geeignet). Beide Hauptmagnetventile müssen während und nach der Rückstellung stromlos sein, um ein unbeabsichtigtes Betätigen zu verhindern.
- Elektrischer Sperranzeigeausgang - Während der Sperrung sind die Klemmen 3 und 7 der Klemmenleiste verbunden, sodass eine Kontrollleuchte, eine Glocke oder ein anderes Gerät mit einer Nennspannung von 250 VAC über diese Klemmen als Fernsperrbenachrichtigung angeschlossen werden kann.
- Integrierte Klemmenleistenverdrahtung - Alle elektrischen Anschlüsse (Magnetventil A, Magnetventil B, gemeinsame Anschlüsse, Rückstellmagnetventil und Sperranzeige) werden auf einer einzigen Klemmenleiste mit neun nummerierten Klemmen zusammengeführt, was die Installation vereinfacht und Verdrahtungsfehler reduziert.
- SERPAR Crossflow-Tellerkonstruktion – Parallele Querstromkanäle mit doppelten Teller- und Schieberventilelementen erzeugen ausgeglichene Strömungswege und begrenzen den Auslassdruck auf unter 2 % des Einlassdrucks, wenn ein Element geöffnet und das andere geschlossen ist.
- PTFE-Kolbenstützringe – Ermöglichen den Betrieb mit oder ohne Inline-Schmierung, verlängern die Lebensdauer und reduzieren den Wartungsaufwand für Filtration und Schmierung.
- Eingebaute, verstopfungsfreie Hochleistungsschalldämpfer – Die integrierten Abgasschalldämpfer erhalten die Abgas-Cv-Werte über die gesamte Lebensdauer des Ventils aufrecht und verhindern so einen Gegendruckaufbau, der den Bremseingriff beeinträchtigen könnte.
- Option für manuelle Übersteuerung - Verfügbar mit oder ohne manuelle Gummitüllen-Übersteuerung zur Inbetriebnahme und Fehlersuche an einzelnen Ventilelementen ohne Ansteuerung der Magnetventile.
- Kategorie 4, PL e / SIL 3 zertifiziert – Unabhängig zertifiziert nach Kategorie 4 PL e gemäß ISO 13849-1 und SIL 3 gemäß IEC 62061. DGUV-geprüft und CE-gekennzeichnet. Die SISTEMA-Bibliothek für Sicherheitsberechnungen steht zum Download bereit.
Technische Spezifikationen
Allgemeine Spezifikationen
| Parameter | Spezifikation |
| Ventilfunktion | 3/2 Normalerweise geschlossen |
| Konstruktionsplanung | Doppelventil mit SERPAR-Querstromkanälen |
| Betätigung | Magnetventilgesteuert (zwei Magnetventile, für Dauerbetrieb ausgelegt) |
| Überwachung | Interner elektropneumatischer (EP) Monitor |
| Signaleingangsoptionen | Einzeleingangssignal oder Doppeleingangssignal (beides verfügbar) |
| Zurücksetzen | Magnetventil-Rückstellung (für intermittierenden Betrieb geeignet); kurzzeitiges elektrisches Signal erforderlich |
| Montage | In Rohrflanschen angeordnet; vorzugsweise vertikal mit Pilotmagnetventilen obenauf |
| Verfügbare Standardgrößen | 8, 12, 30 |
| Portgrößen (Ein-/Ausgang) | 1/2", 3/4", 1", 1-1/4", 1-1/2", 2" (2" bei Größe 30 erfordert Flanschsatz 1999H77) |
| Thread-Optionen | NPT (ohne Präfix) und G/BSPP (mit Präfix D) |
| Betriebsdruck | 30 bis 125 psig (2,1 bis 8,5 bar) |
| Strömungsmedien | Gefilterte Luft; 5-Mikron-Filtration empfohlen |
| Ventilkörpermaterial | Aluminiumguss |
| Poppet-Material | Acetal und Edelstahl |
| Dichtungsmaterial | Buna-N |
| Minimale Betriebsfrequenz | Mindestens einmal pro Monat |
| Funktionale Sicherheitsdaten | Kategorie 4, PL e; B10D: 20.000.000; PFHD: 7,71x10-9; MTTFD: 301,9 Jahre (nop: 662.400) |
| Sicherheitsintegritätsniveau | SIL 3 gemäß IEC 62061:2001 |
| Gehäusebewertung | IP65 gemäß IEC 60529 |
| Elektrischer Anschluss | Klemmenleiste mit 9 Anschlüssen (Magnetventil A, B, gemeinsamer Anschluss, Rückstellmagnetventil, Sperranzeige) |
Temperaturangaben
Die Temperaturangaben gelten für alle EP-Monitorkonfigurationen in den Grundgrößen 8, 12 und 30.
| Konfiguration | Umgebungstemperatur | Medientemperatur |
| Alle Größen - Umgebungstemperatur | 40 bis 120 °F (4 bis 50 °C) | 40 bis 175 °F (4 bis 80 °C) |
Wichtig: Bei Medientemperaturen nahe 40 °F (4 °C) muss die Druckluft frei von Wasserdampf sein, um die Bildung von Eis in den Ventilkanälen zu verhindern, das die Überwachungsreaktion beeinträchtigen könnte.
Elektrische Daten (Magnetventile)
Hauptmagnetventile sind für Dauerbetrieb ausgelegt. Das Rückstellmagnetventil ist nur für intermittierenden Betrieb ausgelegt. Längere Dauerbestromung des Rückstellmagnetventils führt zu dessen Ausfall und deaktiviert die Rückstellfunktion. Die Spannungen für das Rückstellmagnetventil des EP-Monitors betragen 24–48 V DC oder 100–120 V AC/DC.
| Stromspannung | Stromverbrauch |
| 24 VDC (Hauptmagnetventile) | 14 Watt pro Magnetspule |
| 110-120 V AC, 50/60 Hz (Hauptmagnetventile) | 87 VA Einschaltstrom, 30 VA Haltestrom pro Magnetventil |
| 230 V AC, 50/60 Hz (Hauptmagnetventile) | 87 VA Einschaltstrom, 30 VA Haltestrom pro Magnetventil (nicht in den USA erhältlich) |
| 24-48 VDC (Rückstellmagnet) | Für intermittierenden Betrieb ausgelegt |
| 100-120 VAC/DC (Rückstellmagnet) | Für intermittierenden Betrieb ausgelegt |
Durchflussleistungsdaten
Durchflussdaten für den SERPAR 35 Series EP Monitor, Basisgrößen 8, 12 und 30. Ansprechzeit: T (msec) = M + F x V. Die Daten gelten sowohl für Modelle mit einem als auch mit zwei Eingangssignalen.
| Standardgröße | Portgröße (Ein-/Ausgang) | Cv (Ein-Aus) | Cv (Abgas-) | M (ms) | F (1-2) | F (2-3) | Gewicht lb (kg) |
| 8 | 1/2" | 3,5 (3400 Nl/min) | 8,5 (8400 Nl/min) | 15 | 0,70 | 0,30 | 11,8 (5,3) |
| 8 | 3/4" | 4,0 (3900 Nl/min) | 12 (12000 Nl/min) | 15 | 0,65 | 0,23 | 11,8 (5,3) |
| 12 | 3/4" | 8,0 (7900 Nl/min) | 15 (15000 Nl/min) | 15 | 0,65 | 0,23 | 15,5 (7,0) |
| 8 | 1" | 4,0 (3900 Nl/min) | 12 (12000 Nl/min) | 20 | 0,33 | 0,21 | 11,8 (5,3) |
| 12 | 1" | 8,5 (8400 Nl/min) | 19 (19000 Nl/min) | 20 | 0,28 | 0,21 | 15,5 (7,0) |
| 12 | 1-1/4" | 9,0 (8900 Nl/min) | 21 (21000 Nl/min) | 20 | 0,28 | 0,21 | 15,5 (7,0) |
| 30 | 1-1/4" | 20 (20000 Nl/min) | 42 (41000 Nl/min) | 25 | 0,19 | 0,07 | 35,0 (15,8) |
| 30 | 1-1/2" | 21 (21000 Nl/min) | 43 (42000 Nl/min) | 25 | 0,18 | 0,07 | 35,0 (15,8) |
Formel für die Ansprechzeit: Ventilansprechzeit (msec) = M + F x V, wobei M die durchschnittliche Zeitkonstante für die Bewegung des Ventilelements ist, F der Füll-/Entlüftungsfaktor in ms pro Kubikzoll des nachgelagerten Volumens und V das Volumen in Kubikzoll.
Zertifizierungen & Konformität
| Zertifizierung/Standard | Detail |
| Funktionale Sicherheit – Kategorie | Kategorie 4, Leistungsstufe e gemäß ISO 13849-1:2015, die höchste Stufe für regelzuverlässige pneumatische Sicherheitsventile. |
| Sicherheitsintegritätsniveau | SIL 3 gemäß IEC 62061:2001. |
| Zuverlässigkeitsdaten | B10D: 20.000.000 Zyklen; PFHD: 7,71x10-9; MTTFD: 301,9 Jahre (nop: 662.400 Operationen pro Jahr). |
| DGUV | DGUV-zertifiziert gemäß deutschen und europäischen Arbeitsschutzbestimmungen. |
| CE-Kennzeichnung | CE-Kennzeichnung gemäß den geltenden EU-Richtlinien, einschließlich der Maschinenrichtlinie. |
| Konformitätserklärung | Konformitätsbescheinigung für alle Konfigurationen des SERPAR 35 Series EP-Monitors. |
| SISTEMA Bibliothek | SISTEMA-Bibliotheksdateien stehen auf rosscontrols.com zum Download bereit und unterstützen die Berechnung von Sicherheitsfunktionen gemäß ISO 13849-1. |
| OSHA-Konformität | Entwickelt, um die Anforderungen der OSHA 29 CFR 1910.217 für mechanische Kraftpressen mit pneumatisch gesteuerten Kupplungs- und Bremsmechanismen zu erfüllen. |
| Gehäuseschutz | IP65 gemäß IEC 60529 / DIN 40050. |
Typische Anwendungsbereiche und Branchen
Mechanische Presskupplungs-/Bremsensteuerung mit SPS-Integration
- Die Kupplungs-/Bremsensteuerung der Stanzpresse benötigt von der Sicherheits-SPS vor jedem Hubbefehl ein elektrisches Bestätigungssignal vom Ventilmonitor. Die Klemmenleiste des EP-Monitors ermöglicht die direkte Verdrahtung des Sperranzeigekreises mit dem SPS-Eingangsmodul.
- Bei Hochgeschwindigkeits-Folgeverbundstanzmaschinen ermöglicht die Magnetventil-Rückstellfunktion des EP-Monitors der Sicherheits-SPS, eine kontrollierte Ventilrückstellsequenz auszulösen, anstatt dass ein Bediener physisch auf einen Rückstellknopf oder ein Luftventil zugreifen muss.
- Automatisierte Transferliniensteuerung mit mehreren Pressen, bei der dasselbe Sicherheits-SPS-Signal sowohl die Rückstellung des Magnetventils (über den Rückstellmagnetventilanschluss) als auch die Betätigung des Magnetventils auslöst, wodurch nach einem Pressenfehler eine koordinierte Neustartsequenz der Linie ermöglicht wird.
- Zweikanalige Pressensteuerungssysteme, bei denen zwei unabhängige Sicherheitskanäle von einem Zweikanal-Sicherheitsrelais-Ausgang das Magnetventil A (Anschluss 1) und das Magnetventil B (Anschluss 5) unabhängig voneinander steuern und die Überwachungsanforderungen der Kategorie 4 für jeden Magnetventilkanal separat erfüllen.
Druckenergieisolierung und Sicherheitstorsteuerung
- Pneumatische Energieisolierungssysteme an Pressenlinien, bei denen die Verriegelungsanzeigeklemmen mit dem Maschinensicherheitssystem verdrahtet sind, um zu signalisieren, wann das Doppelventil verriegelt ist und die Luftenergie von den nachgelagerten Pressenkreisläufen isoliert wurde.
- Sicherheitstor- und Lichtvorhangverriegelungssysteme, bei denen die Einzeleingangskonfiguration des EP-Monitors einen einzelnen Sicherheitsrelais-Ausgang akzeptiert, um beide Ventilmagnete gleichzeitig auf einen Sicherheitsstoppbefehl hin abzuschalten.
- Sicherheitsschaltungen für den Werkzeugwechsel, bei denen das EP-überwachte Doppelventil pneumatische Zylinderklemm- und Niederhaltesysteme steuert, wobei die Sperranzeige mit dem Werkzeugwechsel-Bedienfeld verdrahtet ist, um den Ventilstatus vor dem Entfernen des Werkzeugs zu überprüfen.
Anwendungen für Pressen und Schmieden mit hoher Tonnage
- Großtonnage-Mechanikpresse und Schmiedehammer-Kupplungs-/Bremsensteuerung, bei der Ventile der Größe 30 mit 1-1/4 bis 2 Zoll Anschlüssen (Cv 20 bis 21 Ein-/Ausgang, Cv 42 bis 43 Auslass) für angemessene Reaktionszeiten bei großen Kupplungs-/Bremsbetätigungsvolumina erforderlich sind.
- Transferpresse und Tandemliniensteuerung, bei der der Kupplungs-/Bremsenkreis jeder Pressstation ein EP-überwachtes Doppelventil umfasst, dessen Sperranzeigeausgang eine zentrale Sicherheits-SPS der Presslinie speist, die alle Stationen gleichzeitig überwacht.
- Hydraulisch-pneumatische Kombinationspressensysteme, bei denen das pneumatische Kupplungs-/Bremsventil EP elektrische Statussignale liefert, die mit der Überwachungsarchitektur des hydraulischen Sicherheitssystems kompatibel sind.
Sicherheitszertifizierte Maschinen für den Export und CE-Konformität (Europäische Norm)
- Pressenanlagen, die in europäische Märkte exportiert werden, wo die CE-Kennzeichnung Pressenregelventile der Kategorie 4 mit DGUV-Zertifizierung und Dokumentation erfordert, die die Sicherheitsberechnungen nach EN ISO 13849-1 unter Verwendung von SISTEMA unterstützt.
- Kundenprojekte, die dokumentierte PFHd- und MTTFd-Werte für Berechnungen der Sicherheitsfunktion von Presskupplungen/Bremsen erfordern, wobei die vom EP-Monitor veröffentlichten Werte B10D = 20.000.000 und PFHD = 7,71x10-9 die notwendigen Zuverlässigkeitsdaten liefern.
- Neuinstallationen von Pressen in Anlagen mit bestehender Sicherheits-SPS-Infrastruktur, bei denen der Magnetventil-Reset des EP-Monitors über eine Klemmenleiste die Integration in die Fehlerbehandlungs- und Rücksetzsequenzen des Anlagensicherheitssystems vereinfacht.
Bestellung und Konfiguration der Modellnummer
Die SERPAR 35 Series EP Monitor-Ventile verwenden das Standard-Modellnummernformat der 35er-Serie. Signalart (Einzel- oder Doppeleingang), Übersteuerungsoption, Anschlussgröße und Grundgröße sind in der Modellnummer kodiert.
|
SERPAR 35 Series EP Monitor Modellnummernstruktur: 3573 A 5141 W | 3573 Rev Portspannung Level-Code Portcode – Einzelnes Eingangssignal, mit manueller Überschreibung: 4141 = Größe 8, 1/2" 5141 = Größe 8, 3/4" 5151 = Größe 12, 3/4" 6151 = Größe 8, 1" 6161 = Größe 12, 1" 7161 = Größe 12, 1-1/4" 7151 = Größe 30, 1-1/4" 8161 = Größe 30, 1-1/2" Portcode – Einzelnes Eingangssignal, ohne Überschreibungen: 4161 = Größe 8, 1/2" 5161 = Größe 8, 3/4" 5171 = Größe 12, 3/4" 6171 = Größe 8, 1" 6181 = Größe 12, 1" 7181 = Größe 12, 1-1/4" 7171 = Größe 30, 1-1/4" 8181 = Größe 30, 1-1/2" Portcode – Duales Eingangssignal, mit manueller Übersteuerung: 4341 = Größe 8, 1/2" 5341 = Größe 8, 3/4" 5351 = Größe 12, 3/4" 6351 = Größe 8, 1" 6361 = Größe 12, 1" 7361 = Größe 12, 1-1/4" 7351 = Größe 30, 1-1/4" 8361 = Größe 30, 1-1/2" Gewinde: Blank = NPT, D-Präfix = G (BSPP) Spannung: W = 24 VDC, Z = 110-120 VAC 50/60 Hz, Y = 230 VAC (nicht in den USA) Beispiel: 3573A5141W = Größe 8, 3/4", Einzeleingang, mit Überbrückungsfunktionen, 24 V DC Beispiel: D3573A8361Z = G-Gewinde, Größe 30, 1-1/2", Doppeleingang, mit Überbrückungsschaltern, 120 V AC |
Modelle mit einem Eingangssignal (Anschlusscodes mit der Endung -1xx) benötigen einen Hauptmagnetausgang vom Sicherheitssteuergerät. Modelle mit zwei Eingangssignalen (Anschlusscodes mit der Endung -3xx) benötigen zwei unabhängige, simultane Magnetausgänge.
Für die Anschlussgröße 2 Zoll der Größe 30 ist die Bestellung eines separaten Flanschsatzes 1999H77 sowie die Verwendung des Ersatzventils ohne Flansche mit der Modellnummer erforderlich.
Der Rückstellmagnet ist nur für intermittierenden Betrieb ausgelegt. Nicht dauerhaft ansteuern. Nur kurzzeitig ansteuern. Dauerbetrieb führt zu Durchbrennen und Verlust der Rückstellfunktion.
Die Steckverbinder müssen separat bestellt werden; die Verdrahtungsanschlüsse für die Klemmenleiste werden direkt an der integrierten Klemmenleiste am Ventilkörper hergestellt.
Spannungscode Y (230 VAC) ist in den Vereinigten Staaten aufgrund der OSHA-Vorschriften zu Spannungsgrenzen für die Druckkontrolle nicht verfügbar.
Für Ersatzventilgehäuse ohne Rohrleitungsflansche: Einfacheingang mit Übersteuerung (3573A4201W/Z/Y), Einfacheingang ohne Übersteuerung (3573A4221W/Z/Y), Doppeleingang mit Übersteuerung (3573A4301W/Z/Y), Doppeleingang ohne Übersteuerung (3573A4321W/Z/Y) für Größe 8. Größe 12 verwendet das Präfix 5xxx; Größe 30 verwendet das Präfix 7xxx.
Zubehör
Flanschsets für Rohrleitungen (Verbindungsrohrsets)
Alle benötigten Dichtungen und Befestigungsschrauben für zwei Flanschverbindungen. Gleiche Flanschsets wie bei der SERPAR LG Monitor-Serie.
| Portgröße | Standardgröße | NPT-Kit | G-Kit |
| 1/2" | 8 | 661K77 | D661K77 |
| 3/4" | 8 | 662K77 | D662K77 |
| 3/4" | 12 | 664K77 | D664K77 |
| 1" | 8 | 663K77 | D663K77 |
| 1" | 12 | 665K77 | D665K77 |
| 1-1/4" | 12 | 666K77 | D666K77 |
| 1-1/4" | 30 | 667K77 | D667K77 |
| 1-1/2" | 30 | 668K77 | D668K77 |
Downstream-Drucküberwachungsschalter
Werkseitig voreingestellte Druckschalter zur Überprüfung der Energieabgabe nach dem Ventil, voreingestellt auf einen Druckabfall von 5 psi (0,3 bar). Modell 586A86 mit DIN EN 175301-803 Form A, 1/8 NPT. Redundante Doppelbaugruppe RC026-13 ebenfalls erhältlich.
Verkabelung der Sperranzeige
Im Verriegelungszustand sind die Klemmen 3 und 7 der EP-Monitor-Klemmenleiste verbunden. Über die Klemmen 7 und 3 kann der Kunde eine Kontrollleuchte, einen akustischen Alarm oder einen Eingang zur Sicherheits-SPS anschließen. Die Gerätespannung darf 250 V AC oder 30 V DC nicht überschreiten. Dieser Stromkreis dient nur der Anzeige und hat keinen Einfluss auf die Ventilfunktion.
Verwandte Produkte & Zubehör
- SERPAR 35 Serie LG-Überwachung, 1/2" bis 2" (Serie 183) – Pneumatisch überwachte Version mit LG-Überwachung; pneumatische Rückstellung anstelle der Magnetventil-Rückstellung verfügbar. https://www.rosscontrols.com/en/series/183-double-valves-with-pneumatic-lg-monitor-ports-1-2-to-2
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- CrossFlow 35 Serie, 3/8" bis 1-1/2" (Serie 181) – Extern überwachte Doppelventile mit Druckschaltern für kundenseitig bereitgestellte Überwachung. https://www.rosscontrols.com/en/series/181-double-valves-with-pressure-switches-ports-3-8-to-1-1-2
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Worin besteht der funktionale Unterschied zwischen EP-Überwachungsventilen mit einem und zwei Eingängen?
A: Ventile mit einem Eingang akzeptieren ein Hauptmagnetventilsignal, das an Klemme 1 angeschlossen ist. Dieses Signal ist intern mit dem zweiten Hauptmagnetventil verbunden, sodass beide Magnetventile über einen einzigen Sicherheitsrelais-Ausgang angesteuert und abgeschaltet werden. Ventile mit zwei Eingängen benötigen unabhängige, simultane Signale an Klemme 1 (Magnetventil A) und Klemme 5 (Magnetventil B). Zwei Eingänge werden verwendet, wenn die Sicherheitsarchitektur die unabhängige Überwachung jedes Magnetventilkanals erfordert, beispielsweise in einer Zweikanal-Sicherheitsrelais-Konfiguration.
F: Warum ist das Rückstellmagnetventil nur für intermittierenden Betrieb ausgelegt?
A: Der Rückstellmagnet betätigt einen internen Mechanismus, der sich bewegen und in seine Ausgangsposition zurückkehren muss. Dauerhafte Bestromung würde den Mechanismus in einem Zustand halten, der die Rückstellfunktion beeinträchtigt und Wärme erzeugt. Längere Bestromung führt zum Durchbrennen des Magneten, wodurch die Rückstellfunktion dauerhaft deaktiviert wird, bis der Magnet ausgetauscht wird. Das Rückstellsignal darf nur als kurzer Impuls angelegt werden.
F: Was ist die Sperranzeigeschaltung (Klemmen 3 und 7)?
A: Im Verriegelungszustand schaltet der EP-Überwachungsschalter SW um und verbindet die Klemmen 3 und 7 der Klemmenleiste. Eine über diese Klemmen angeschlossene Kontrollleuchte, ein Signalhorn oder ein SPS-Eingang empfängt ein Signal, sobald sich das Ventil im Verriegelungszustand befindet. Dieser Stromkreis führt keine Last über die vom Kunden benötigte hinaus und darf 250 V AC oder 30 V DC nicht überschreiten. Er hat keinen Einfluss auf die Ventilfunktion.
F: Wie erkennt der EP-Monitor einen Ventilfehler?
A: Die SERPAR-Querstromkanäle erzeugen an beiden Enden des EP-Überwachungsschiebers gleich große Überwachungsdrucksignale, wenn beide Ventilelemente synchron arbeiten. Ist ein Element geöffnet und das andere geschlossen, liefert der Querstromkanal des geöffneten Elements vollen Eingangsdruck an ein Ende des Schiebers, während der Kanal des geschlossenen Elements am anderen Ende nahezu null Druck erzeugt. Dieses Ungleichgewicht verschiebt den Schieber, löst den Schalter SW aus, unterbricht den Magnetventilstromkreis und ermöglicht das Schließen beider Elemente.
F: Kann der EP-Monitor-Reset durch die Pressensteuerungs-SPS automatisiert werden?
A: Ja. Die Anschlüsse des Rückstellmagnetventils sind über die integrierte Klemmenleiste zugänglich. Die Pressensteuerungs-SPS oder das Sicherheitsrelais kann einen kurzen Impuls an den Ausgang des Rückstellmagnetventils senden, um im Rahmen eines Pressenneustarts ein gesteuertes Ventil-Reset durchzuführen. Beide Hauptmagnetventile müssen vor und während des Resets stromlos sein, um ein unbeabsichtigtes Betätigen des Ventils nach dem Reset zu verhindern.
F: Ist der EP-Monitor geeignet, wenn das Pressensteuerungssystem bereits über ein externes Überwachungsgerät verfügt?
A: Ja, der EP-Monitor ist autark und benötigt keine externe Überwachungshardware, kann aber parallel zu externen Überwachungssystemen eingesetzt werden. Für Pressen, bei denen eine externe Überwachung bevorzugt wird, ist die CrossFlow 35-Serie mit Druckschaltern (Serie 181 oder 182) die geeignete Alternative, da sie eine Druckschalterrückmeldung an ein externes Überwachungsgerät liefert.
F: Welche Sicherheitszertifizierungen gelten für den SERPAR 35 Series EP-Monitor?
A: Kategorie 4, PL e gemäß ISO 13849-1:2015; SIL 3 gemäß IEC 62061:2001; DGUV-geprüft; CE-Kennzeichnung; B10D = 20.000.000 Zyklen; PFHD = 7,71 × 10⁻⁹; MTTFD = 301,9 Jahre. Die SISTEMA-Bibliothek für Sicherheitsberechnungen nach ISO 13849-1 ist unter rosscontrols.com verfügbar.
F: Welche Portgrößen sind verfügbar und welche Basisgröße entspricht jeder Größe?
A: Anschlussgröße 1/2 und 3/4 Zoll: Standardgröße 8 (Cv 3,5 bis 4,0 Ein-/Ausgang). Anschlussgröße 3/4 und 1 Zoll: auch Größe 12 bei Cv 8,0 bis 8,5 Ein-/Ausgang. Anschlussgröße 1 und 1-1/4 Zoll: Größe 12 bei Cv 8,5 bis 9,0 Ein-/Ausgang. Anschlussgröße 1-1/4 und 1-1/2 Zoll: Größe 30 bei Cv 20 bis 21 Ein-/Ausgang. Anschlussgröße 2 Zoll: Nur Größe 30, separates Flanschset 1999H77 erforderlich.
F: Was passiert mit dem Auslassdruck, wenn der EP-Monitor eine Störung erkennt?
A: Bei Fehlererkennung verschiebt sich der Überwachungsschieber, wodurch der Stromkreis zu beiden Pilotmagnetventilen unterbrochen wird und beide Ventilelemente in ihre normalerweise geschlossene Position zurückkehren. Der Auslassdruck sinkt während der Querstromungleichgewichtsphase unter 2 % des Einlassdrucks und entweicht beim Schließen beider Elemente in die Atmosphäre. Das Ventil bleibt verriegelt, bis bei stromlosen Hauptmagnetventilen ein kurzer Rückstellimpuls anliegt.
F: Wie oft muss das Ventil betätigt werden, um die ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen?
A: Mindestens einmal im Monat. Dieser periodische Zyklus stellt sicher, dass sich alle Ventilelemente, der EP-Überwachungsschieber und der Schalter SW frei bewegen können und die Überwachungsfunktion ordnungsgemäß funktioniert.
F: Sind SERPAR EP-Überwachungsventile mit den gleichen Rohrleitungsflanschsätzen wie LG-Überwachungsventile kompatibel?
A: Ja. Die gleichen Flanschsets (661K77 bis 668K77) werden sowohl für LG- als auch für EP-Überwachungsventile der SERPAR 35-Serie mit gleicher Grundgröße und Anschlussgröße verwendet. Dadurch kann ein Ventil zwischen LG- und EP-Überwachungstypen ausgetauscht werden, ohne die Rohrleitungsinstallation zu ändern.
F: Welche Verdrahtungsprozedur sollte beim Zurücksetzen des EP-Monitors befolgt werden?
A: Vor dem Zurücksetzen: (1) Die elektrischen Signale beider Hauptmagnetventile abschalten (Klemmen 1 und 5 bei Doppeleingang, Klemme 1 bei Einzeleingang). (2) Einen kurzen Impuls an die Klemmen des Rücksetzmagnetventils anlegen. (3) Die Bestätigung des Zurücksetzens abwarten. (4) Erst nachdem das Zurücksetzen bestätigt und die Ursache der Blockierung behoben wurde, die Signale der Hauptmagnetventile wie erforderlich wieder anlegen. Werden die Hauptmagnetventile vor dem Zurücksetzen nicht stromlos geschaltet, kann dies zu einer sofortigen Ventilbetätigung und damit zu einem gefährlichen Ventilhub führen.
Installations- und Wartungsrichtlinien
- Die Montage des Ventils sollte vorzugsweise vertikal erfolgen, wobei die Pilotmagnetventile nach oben zeigen.
- Installieren Sie eine 5-Mikron-Filterung vorgelagert, um Querstromkanäle und Ventilkegeloberflächen zu schützen.
- Vor der Inbetriebnahme ist zu prüfen, ob alle Rohrleitungsflansche mit allen Dichtungen und Befestigungsschrauben montiert sind.
- Schließen Sie die Klemmenleiste gemäß dem veröffentlichten Schaltplan für Einzel- oder Doppeleingang an. Klemme 1 ist der Eingang für Magnetventil A; Klemme 3 ist der gemeinsame Anschluss; Klemme 5 ist der Eingang für Magnetventil B (nur bei Doppeleingang); Klemme 7 ist die Sperranzeige; das Rückstellmagnetventil wird an die Rückstellklemmen angeschlossen.
- Bei Konfiguration mit einem Eingang ist Magnetventil B intern gebrückt. Verbinden Sie nur Klemme 1 (Magnetventileingang) und Klemme 3 (gemeinsam) für das Hauptmagnetventilsignal.
- Schließen Sie den Sperranzeigekreis (Klemmen 7 und 3) an eine Anzeigeeinheit am Bedienfeld oder einen SPS-Eingang an. Schließen Sie an diese Klemmen keine Geräte mit einer Spannung über 250 V AC oder 30 V DC an.
- Das Signal des Rückstellmagneten darf nur kurzzeitig angelegt werden. Es darf nicht dauerhaft aktiviert bleiben. Dauerhafte Ansteuerung führt zum Durchbrennen.
- Stellen Sie sicher, dass beide Hauptmagnetventile vor und während des Resets stromlos sind. Wird der Reset bei einem oder beiden bestromten Magnetventilen ausgelöst, betätigt das Ventil unmittelbar nach dem Reset, was einen potenziell gefährlichen Maschinenhub zur Folge haben kann.
- Führen Sie nach der Installation mindestens 10 vollständige Betätigungszyklen durch, um ein reibungsloses Schalten, das Fehlen von Fehlauslösungen des EP-Monitors und die ordnungsgemäße Funktion der Sperranzeige zu überprüfen.
- Vor dem Zurücksetzen muss die Ursache jedes Sperrereignisses untersucht und behoben werden.
Garantie & Weltweiter Support
ROSS Controls gewährt eine einjährige Garantie auf alle Produkte der SERPAR 35 Serie, die Material- und Verarbeitungsfehler ab Kaufdatum abdeckt.
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